Aktuelles zur Elbbrücke

Wie wird die Elbbrücke Darchau/Neu Darchau aussehen? Wo führen die Zufahrtsstraßen entlang? Wie ist der aktuelle Stand der Planung und was sind die nächsten Schritte? Auf dieser Seite informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen.

Fortschritt bei der Brückenplanung

Nachdem der Kreistag 2018 beschlossen hatte, das Planfeststellungsverfahren für die Elbbrücke fortzusetzen, wurde die Ingenieurgemeinschaft LAP/GRASSL mit der Vorbereitung des Planfeststellungsbeschlusses beauftragt. In der Sitzung des Betriebs- und Straßenbauausschusses des Kreistages am 8. Februar 2022 wurde über die Fortschritte bei der Brückenplanung vorgetragen.

Im Folgenden wurde über die Planungsstände

  • Verkehrsanlagenplanung
  • Schalltechnische Voruntersuchung
  • Vorlandbrücke Süd
  • Strombrücke
  • Vorlandbrücke Nord

berichtet. Hier einige Auszüge:

Die Verkehrsanlagenplanung (Variante 1) sieht vor:

Bei der Variante 2 erfolgt der Anschluss an den Knotenpunkt L231/L232 (Kateminer Elbuferstraße) in Höhe des Bäckerweges. Sie wird von den Planungsbüros bevorzugt.

Für die eigentliche Strombrücke wird eine Stabbogenbrücke mit einer Hauptspannweite von 240 m und einem Bogenstich von 35 m vorgeschlagen.

Umwelt-Verträglichkeitsprüfung

Die Landschaftsplaner der Gesellschaft Entwicklung und Gestaltung von Landschaft (EGL) sind mit der FFH-Verträglichkeitsprüfung des Projekts Elbbrücke beauftragt. Sie stellten am 19. April 2022 erste Zwischenergebnisse ihrer faunistischen und floristischen Unter-suchungen vor, die sie von September 2020 bis November 2021 im 215 Hektar großen Untersuchungsgebiet durchgeführt hatten. Widerlager, Brückenpfeiler, Straße, Damm, Sei-tenraum, Flächenüberspannung durch Vorlandbrücken und die Strombrücke selbst beein-flussen künftig den Lebensraum von Pflanzen und Tieren. Als momentanen Zwischen-stand der landschaftsplanerischen Untersuchung stellen die Landschaftsplaner fest, dass die EU-Orientierungswerte für anlagenbedingte Flächenbeanspruchung unterschritten werden. Weitere Umweltuntersuchungen folgen. Die Ergebnisse veröffentlichen wir hier.

Weiteres Vorgehen

Planungsgrundlagen

Nach einem Abstimmungsgespräch mit dem Niedersächsischen Wirtschaftsminister und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ( NLStBV) zu den Voraussetzungen gelten folgende Planungsgrundlagen:

  • Vorhaben muss bau- und verkehrstechnisch einwandfrei und unter Beachtung des Grundsatzes der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit geplant werden,
  • Berücksichtigung der innerhalb der NLStBV anzuwendenden technischen Regelwerke.
  • Den Verkehrsbedürfnissen angepasste Dimensionierung und Ausstattung des Bauwerks.
  • Kosten-Nutzen-Verhältnis muss nicht berechnet werden, da es sich um eine Kreisstraße handelt.

Als weitere Planungsgrundlage gelten:

  • Für die Planungsleistungen sind Kosten i. H. v. ca. 2,4 Mio. Euro kalkuliert worden => Veranschlagung im Wirtschaftsplan 2020 des Betriebes Straßenbau- und Unterhaltung des LK Lüneburg inkl. Verpflichtungsermächtigungen für die Folgejahre
  • Antrag auf Aufnahme des Projekts in das Mehrjahresprogramm ( MJP) und einer 75%-Förderung, wie vom Ministerpräsident Wulff am 04.12.2008 zugesichert.
  • Die Aufnahme des Projekts in das Mehrjahresprogramm des Landes Niedersachsen ist inzwischen erfolgt.
  • Gesamtkostenschätzung für die Antragsstellung 2020: 67,24 Mio. Euro. Diese basiert auf einer Baukostenannahme aus dem Jahr 2015 unter Berücksichtigung eines Preisanstiegs von 17,5% (Entwicklung Preisindex für Bauleistungen).
  • Eine realistische Kostenschätzung ist jedoch erst im Rahmen einer konkreten Entwurfsbearbeitung mit Massen- und Kostenberechnungen, detaillierter Montageplanungen und Baugrunduntersuchungen möglich
  • Beilegung des anhängigen Rechtsstreits zwischen dem Landkreis Lüneburg und dem Land Niedersachsen auf Zahlung der restlichen Planungsmittel aus der seinerzeitigen Förderzusage des Landes in Höhe von ca. 730.000,-; Nds. Wirtschaftsminister sagt Bewilligung zu
  • Darüber hinaus stellt der Nds. Wirtschaftsminister 6,0 Mio. Euro in vier Raten als zusätzliche Förderung aus dem sogenannten „Landesstraßenbauplafond“ in Aussicht
  • Bestätigung bei Besuch des Wirtschaftsministers in Darchau am 26.08.2021.